Juli 2026

Büroalltag - Vier-Tage-Woche

Weniger Tage in der Woche arbeiten – und das in Zeiten, wo manche in der Politik lauthals nach längerer Arbeitszeit rufen? Klingt revolutionär, wird aber schon in vielen Ländern getestet. Eins vorneweg: Zumeist wird das sogenannte „100–80–100“-Modell ausprobiert. Dabei erhalten die Arbeitnehmer 100% Gehalt, arbeiten nur 80% der früheren Arbeitszeit, aber mit 100% Produktivität. Und in fast allen Fällen funktioniert es. Warum? Gerade in Berufen mit hoher Arbeitsverdichtung waren in den letzten Jahren Erschöpfung und hoher Stress die zentralen Probleme. Eine Vier-Tage-Woche führte hier zu spürbarer oder sogar signifikant höherer Entlastung.

So ermittelte eine schwedische Studie eine Stressreduktion um 19%, einen um 24 Minuten längeren Nachtschlaf, eine Halbierung von Schlafproblemen sowie eine deutliche Abnahme von Angstsymptomen. Analog zur psychischen Gesundheit verbesserte sich auch das körperliche Wohlbefinden. Und auch die Arbeitgeber profitierten, etwa von deutlich geringeren Fehlzeiten und höherer Leistungsfähigkeit. Umsätze blieben stabil, teilweise verbesserten sie sich sogar. Auch legten Kreativität und Innovation in allen gemessenen Bereichen zu. So verkündete der überwiegende Teil der Studienbeteiligten, die Vier-Tage-Woche beibehalten zu wollen.

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